Trotz allen Warnungen von Hardy habe ich mir am Wochenende den Film “No Country for Old Men” reingezogen. Was für ein Vergnügen. Der Film ist in meinen Augen mit soviel Flair an Details und Genialität gespickt, dass man getrost über die Brutalität hinwegsehen kann. Die Geschichte ist einfach erzählt. Ein Western für unsere Generation, geschrieben für langsame Handlungen, aber nie langweilig, immer spannend bis zur letzten Sekunde. Ein Wilderer stösst in der Wüste von Texas auf die Überreste einer brutalen Schlacht. Er findet nur Leichen, einen Koffer voll mit Geld und einen Lastwagen voller Drogen. Er nimmt den Koffer und flüchtet. Was er nicht weiss, ist, dass der Koffer mit einer Wanze gespickt ist. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Er wird gnadenlos von einem eiskalten Killer gejagt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Die Coen Brüder spielen bewusst mit Kameraauschnitten, ausserordentlichen Dialogen und aberwitzigen und skurilen Szenen. Der Killer wird während des Filmes genau porträtiert. Er wird dabei gespielt, vom charakteristisch aussehenden Spanier Xavier Bardem, dessen Fratze alleine schon kalten Schweiss über dem Rücken entstehen lässt.
Predikat: Muss man sehen. 8/10
Oho. Eine interessante Kritik deinerseits. Vielleicht müsste ich diesem Film, doch eine Chance geben, nachdem mich der Trailer dazu, überhaupt nicht angesprochen hat. In letzter Zeit scheint eh, das Western-Genre, wiederbelbt zu werden (siehe 3:10 to Yuma, und Assassination of Jesse James). Mal sehen ob der Oscar-prämierte Film der Cohen-Bros, doch was für mich ist. Danke für deine Kritik, die auf jedenfall neugierig macht.
Kommentar von HardyBacardy — 3. März, 2008 @ 4:27 Uhr nachmittags